Am vergangenen Samstag fand die Wahl zur Miss U-Bahn im schönen Kreuzberg statt. Für mich eine Premiere was Miss-Wahlen angeht, die ich sonst nur von komischen und nicht weiter nennenswerten MTV-Formaten kannte. Trotz des klassichen Miss Wahlen-Aufbaus – Bikini-Präsentation, Talent-Part, Frage+Antwort-Teil und abschließend die Abendgarderobe – glänzte die Wahl zur Miss U-Bahn 2010 durch Unkonventionalität. Das Konzept der Show sah wie folgt aus: verschiedene Teams (je ein Designer und sein Model) traten für eine U-Bahn-Station an. Um die Krone kämpften demnach beispielsweise: Miss Alexanderplatz, Miss Schlesisches Tor, Miss Mehringdamm und Miss Potsdamer Platz. Die Idee der Organisatorin Mirabelle Jones, das junge Designer ihre Entwürfe im Rahmen eines solchen Events präsentieren können und entsprechend Presse bekommen finde ich toll. Die Planung ließ allerdings etwas zu wünschen übrig und erschwerte eine reibungslose Durchführung, was einerseits zu Kreuzberg passte und sicherlich auch ein wenig auf das unbeständige Wetter zu schieben war.

Miss U-Bahn 2010

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Wie auf einem Ölgemälde an der Decke einer barocken Kirche, steht Kanye in Mitten von himmlischen Toren. Nicht von kleinen Putten, sondern von dezent bekleideten Amazonen mit Geweihen ist er umringt, die sich in Slow-Motion räkeln und dem Video eine ganz eigene Dynamik verschaffen. Die Rede ist vom neuen Video zu Power von Kanye West, eine etwas bizarre, kurze und eben typisch göttliche Inszenierung des Sängers.

Kanye West – Power from Dopechef on Vimeo.

Als kleines Kontrast-Programm zum unten aufgeführten Fashion Film von Twenty8Twelve hier das „Fall 10 Inspiration Video“ von Alexander Wang. Der Designer hat sich zum ersten Mal in seiner Karriere dazu entschieden das Medium Film einzusetzen, um die Emotion hinter seiner Kollektion auszudrücken. Der Film wurde in einem leerstehenden Hotel in New York unter der Regie von Craig McDean, mit dem australischen Model Abby Lee (hier mehr über sie) und zur wunderschönen Musik von The XX gedreht. Im Gegensatz zum Twenty8Twelve-Video werden hier keine Kollektionsstücke präsentiert, der Fokus liegt vielmehr auf dem Transportieren der Inspiration Wangs. Der Film hat eine eher abstrakte Atmosphäre und spielt gleichermaßen mit den Einflüssen von Wind, Bewegung und Stille.

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Sienna und ihre Schwester Savannah Miller haben für die Herbst/Winter 2010/11-Kollektion ihres Labels Twenty8Twelve gemeinsam ein Fashion Video gedreht. Schauplatz war das ehemalige Anwesen der verstorbenen Stilikone Isabella Blow im englischen Gloucestershire, wo bereits der Designer Alexander McQueen Inspiration suchte. Im Video zu sehen ist neben Sienna Miller auch das schwedische Model Sara Blomqvist. Durch die wunderschöne Location, den individuellen Stil von Regisseur Angelo Penetta, die Musik von Hana Hanra und natürlich die herrlichen Kleider ist ein kleiner schicker Fashion Film entstanden, der sich deutlich von der Masse abhebt.

Das Video gibt es hier zu sehen.

Hier einige Behind-the-Scenes-Bilder von Savannah Millers Blog:

Screenshots: www.vogue.co.uk

In Berlin gibt es ja kleine süße Cafés wie Sand am Meer, die sich zudem wöchentlich vermehren. Um heraus zu stechen gilt es ein eignes, individuelles Konzept an den Tag zu legen, dass Kunden auch zum zweiten Besuch animiert. So geschehen bei dem im Juni 2010 eröffneten The Barn.

The Barn

Ganz im Stil einer so genannten englischen Scheune ist das Café in Mitte eingerichtet. Derbes Holz, Melkschemel als Sitzgelegenheiten vor der Tür, ein frischer Heuballen der grad vom Feld hereingerollt kommt und die freundlichen Herren hinter der Theke in bäuerlichen Karohemden (Ich liebe es, wenn’s auch kleidungstechnisch stimmt. Noch ein optischer Pluspunkt!) Und auch bei der Karte bleibt The Barn seiner Umgebung treu, schätzt die Produkte regionaler Erzeuger. Der Kaffee stammt hauptsächlich aus Kooperationen mit lokalen Manufakturen, das Obst und Gemüse wird aus der Uckermark angeliefert. Verarbeitet wird dieses dann z.B. zu wunderbaren Schokoladenkuchen, Quieches oder einem leckeren Brötchen mit Salat und Rosmarinschinken. In den Regalen stehen ausgewählte Produkte zum Verkauf, wie meine heiß geliebte französische Pampelmusenlimonade von La Mortuacienne oder der von meiner Schwester so sehr geschätzte Kusmi Tea. Definitiv empfehlenswert dort mal Landluft zu schnuppern.

Für alle die in der Umgebung wohnen/arbeiten: Weiterlesen »

Es gibt sie noch: die Leute, die sich einfach ein paar Basics überwerfen und trotzdem aussehen als hätten sie die letzten 2,5 Stunden vor dem Kleiderschrank verbracht. Eine davon – Lena – hat Berlin letztes Wochenende mit ihrer Anwesenheit beehrt.

Eine kleine Randnotiz, damit wir alle auf dem Laufenden bleiben was die wirklich wichtigen Dinge im Leben betrifft: Kate Moss wird demnächst eine neue Kollektion herausbringen. Nein, nicht für Topshop oder Longchamp. Auch wird es kein neues Parfum geben. Kate wird eine Marmeladen-Kollektion (wenn man das so nennen darf) herausbringen. Ja, die Marmelade zum Essen. Nochmal ja, es wird etwas Essbares von Kate Moss geben – man muss eben nur lange genug leben, dann erlebt man alles.

Aufgrund von sehr positivem Feedback aus dem Familien- und Freundeskreis will sie ihr Hobby nun professionell angehen. Die Zwetschgen für ihre Marmelade stammen übrigens aus eigener Herstellung, von ihrem Anwesen in der englischen Region Cotswolds. Ihr Eingekochtes wird auf den Namen Kate’s Damson Jam hören (Damson = Damaszenerpflaume).

Beim Wochenendbesuch der Galeriekette Lumas wurde mein Blick auf zwei ausdrucksstarke Werke gelenkt, die mich sehr an Skizzen für Modeentwürfe erinnerten und mit Blau und Rot kräftig koloriert wurden. Kein Wunder, denn der Künstler, der dahinter steckt, ist kein Anderer als Wolfgang Joop himself.

black beauty red dress

black men'S fashion

Schon immer schätzte ich sein vielseitiges Interesse für Kunst jeglicher Art. Zum Einen natürlich die Mode. Aber nicht nur die Kleidung, die er selbst für Joop! oder Wunderkind entworfen hat, sondern auch Kreationen von anderen Designern aus vergangener Zeit, die er auswählt um sie neben seinen Sachen bei Wunderkind Vintage zum Verkauf zu stellen. Sein Gespür und detailliertes Interesse für Inneneinrichtung und Architektur war in einem ausführlichen Portrait im Architekturmagazin AD zu sehen und so musste es einen ja eigentlich nicht wundern, dass auch er unter die Maler gehen würde. Besonders sympathisch finde ich jedoch, dass er sich genau Lumas als Vertrieb herausgesucht hat. Die Galerie spricht Kunstinteressierte an, die sich an Abzügen von modernen Fotographien oder eben Bildern erfreuen, dabei aber nicht ein Vermögen ausgeben wollen/können. Joops Bilder sind zum Beispiel schon ab 350,- Euro erhältlich, eine Auswahl seiner Werke findet ihr weiter unten. Weiterlesen »

Die von mir heiß geliebte Linie der designernden Schauspiel-Zwillinge oder schauspielernden Designer-Zwillinge Mary-Kate und Ashley Olsen „The Row“ hat seit Beginn des Jahres ihre eigene Web-Präsenz. Heute kam der Online-Shop für Bekleidung und Accessoires (Sonnenbrillen – ganz schick!) dazu. Die Seite ist meiner Meinung nach sehr gelungen und das nicht nur weil sie auf spektakuläre Weise unspektakulär ist. Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität standen für die beiden Ladies offensichtlich im Fokus – eine willkommene Abwechslung zu völlig überladenen und verwirrenden Online-Shops, die sich so massig im www tummeln. Die Greifbarkeit jedes einzelnen Objektes wird durch tolle Fotos verstärkt: Sonnenbrillen liegen wild verteilt in halb geöffneten Schubladen eines Beistelltisches, Sweater liegen gestapelt auf einem kleinen Regal neben Zeitungen und einem Skorpion in einem Tupper-Gefäß – alles in allem werden wunderbar zusammen passende Räume in einem typisch coolen Downtown-Apartment gezeigt, die die Kleider und Sonnenbrillen unauffällig präsentieren.

Künftig wird auch die Männerkollektion ihren Platz im Online-Shop finden. Bis dahin dürfen wir uns in den bestehenden Kategorien Leder, Pelz, Jacken, Tops etc. austoben und bis zum 20. August 2010 erhält man beim Eintippen des Wortes SHOPTHEROW beim Checkout einen Rabatt von 15% auf den gesamten Kauf – immerhin, oder?!

Hier geht´s zum Shop: The Row