Mein gestriger, erster (ja ich weiß, Asche über mein Haupt) Besuch bei do you read me?! in Berlin hat mich zum Spontankauf des österreichischen Modemagazins MATERIAL GIRL verführt und ich darf sagen: Ich bin begeistert.

Bei einigen Mode-Zeitschriften sind die Fotostrecken so gewollt avantgardistisch, dass es mir schwerfällt das Kleidungsstück der Begierde überhaupt zu entdecken – geschweige denn zu benennen. Ganz anders bei MATERIAL GIRL. Hier sind die Fotostrecken wunderschön und „verständlich“. Besonders der Schreibstil hat mir gefallen, denn kaum ein Artikel verzichtet auf die gewisse Portion Sarkasmus, die das Ganze noch interessanter macht. Zu meiner Freude gibt es auch ein herrliches Interview mit der wahrscheinlich erfolgreichsten Mode-Bloggerin der Welt: Garance Doré (www.garancedore.fr).

MATERIAL GIRL ist für 7 EURO u.a. bei do you read me?! in Berlin zu haben – es lohnt sich.

Selten trat das Leitbild natürlicher, selbstbewusster und emanzipierter Frauen in der DDR so eindrucksvoll in Erscheinung wie in den Fotografien der legendären Mode- und Kulturzeitschrift SIBYLLE. Es galt der Anspruch alltagstaugliche Mode zu präsentieren und ein modernes Frauenbild zu vermitteln.

Der Erfolg der SIBYLLE lag in ihrem besonderen Konzept – Mode, Fotografie und Kultur zu verbinden. Der Modeteil entwickelte sich mit Informationen über neueste Trends in Ost und auch West sowie Schnittmusterbögen und Nähanleitungen zur Inspirationsquelle der Leserinnen. Der Kulturteil war geprägt durch Themenvielfalt; es gab Beiträge über Kunst, Literatur, Theater, Architektur und Design, sowie ausführliche Porträts bekannter wie unbekannter Frauen.

Die Ausstellung zeigt ausgewählte Fotoserien und kombiniert sie mit Aussagen von Redakteurinnen, Mannequins und Fotografen. Sie vermitteln Einblicke in die Arbeitsweise und -bedingungen bei der Moderedaktion der SIBYLLE. Es wird über Zensur, künstlerische Freiheit, Mangelwirtschaft und Improvisationstalent sowie Gleichberechtigung, SED-Frauenpolitik, Berufstätigkeit und Familienleben berichtet.

Cover der SIBYLLE 6/1988

Die Ausstellung läuft bis zum 22.August 2010 im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (Potsdam).

Bild: www.hbpg.de

Mehr unter: http://www.hbpg.de/ausstellungen/sonderausstellungen/sibylle.htm

In der aktuellen Ausgabe der deutschen InStyle werden Fransenstolen im China-Look als „Weltpremiere eines neuen Trends“ bezeichnet, welcher vom Abendkleid bis zum Biker-Outfit exotischen, coolen Glamour verleiht.

Bei zwei der drei abgebildeten Damen sieht dieser neue Trend allerdings einfach nur fusselig und fehl am Platz aus – da hilft auch das seltene Lächeln von Kate Moss nichts. Einzig bei Nicole Ritchie kann man von einem aufgeräumten Erscheinungsbild sprechen. Trotzdem hoffe ich, dass dieser Trend sich nicht lange hält und in nicht allzu viele Kleiderschränke wandert…

Der junge Rams

Dieter Rams war über vier Jahrzehnte von 1955 bis 1995 Produktdesigner bei Braun. Als eine der bekanntesten deutschen Firmen überhaupt vereinte Braun neue Technik für den Haushalt mit Qualität, verpackt in simples, gutes Design. Die Geräte von damals gelten immer noch als Klassiker (auch im MoMA zu finden), das Design des Taschenrechners, des Radios und des Fernsehers inspirierten zum Beispiel auch Jonathan Ive’s Kreation für die Gehäuse der Apple-Verkaufsschlager.

Inspired by Braun

Seit Mai widmet nun das Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt am Main Rams die Ausstellung Less is More. Mehr als 500 Exponate von Braun und seiner eigenen Möbellinie Vitsoe kann man bestaunen. Zudem wird die generelle Aufgabe der Vereinbarung von Funktion und Gestaltung dargestellt und die Frage des zukünftigen Produktdesigns beleuchtet.

Wer sich also bis zum 5.September am Main rumtreibt sollte die Chance nutzen um sich einmal mit ausgezeichnetem Design des Alltags zu befassen.

Bilder: barryborsboom.files.wordpress.com, nspotted.tumblr.com

Die internationale Mode-Kunst-Ausstellung DYSFASHIONAL ist nach Stationen in Luxemburg, Lausanne und Paris ab morgen (25.06.) in Berlin – im Haus der Kulturen der Welt – zu sehen.

DYSFASHIONAL ist eine Ausstellung im Kontext von Mode und Kunst, bei der die Künstler und Designer keine Kleidungsstücke auf dem Laufsteg präsentieren, sondern mit der Begrifflichkeit und Materialität von Mode experimentieren. Sie zeigen Installationen, die ihr kreatives Universum und ihre künstlerische Herangehensweise reflektieren und reizen dabei die Grenzen von Mode und Kunst aus.

Die folgenden internationalen Künstler und Fashion-Designer stellen Werke im Rahmen von DYSFASHIONAL aus: Raf Simons, Antonio Marras, Maison Martin Margiela, Hussein Chalayan, Damien Blottière & Pierre Hardy, Justin Morin & Billie Mertens, Bernhard Willhelm & Christophe Hamaide-Pierson, Kostas Murkudis, Gaspard Yurkievich & Florence Doléac, Hiroaki Ohya, Jerszy Seymour, Michael Sontag, Sissel Tolaas, Bless, Item Idem und Marc Turlan.

Maison Martin Margiela, Sans Titre, 2007-2009

Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
D10557 Berlin

Mehr unter: http://www.meabb.com/en/

Bild: www.hkw.de

Die Macher der amerikanischen Erfolgsserie Entourage haben sich nicht auf ihrem Erfolg ausgeruht, sondern präsentieren uns ein neues Format: Die Serie How to make it in America erzählt von den zwei Freunden Ben (Bryan Greenberg) und Cam (Victor Rasuk), die in New York leben und leider ohne jegliches eigenes Geld ganz nach Oben wollen. Mit Geldleihen von Cams zwielichtigem Onkel Rene, Straßenweisheiten und der Hilfe Ihres Freundes David (Eddie Kaye Thomas aus American Pie) scheinen sie dem gelebten American Dream in der Modeindustrie immer näher zu kommen. Mit ganz viel Humor zeigt How to make it(..) den Wechsel zwischen Erfolg und Rückschlag, dazu rauschenden Parties in der NewYorker Szene, Männerfreundschaften – auch zu Domingo aka Kid Cudi – und natürlich bleibt die Liebe nicht auf der Strecke…

Cam & Ben

Abwechlungsreich: Hier auch mal bei einer Galerieeröffnung

Stilistisch großartig:

Die Farbauflösung wirkt real, teilweise leicht verblasst wie bei einer Polaroidkamera. Die Flashbacks  Weiterlesen »

The Designers

Seit Anfang der Woche ist offiziell bekannt, dass das US – Label Calvin Klein an der diesjährigen Fashionweek in Berlin teilnehemen wird. Doch mit einer Show am Bebelplatz wie alle anderen gibt sich der Präsident Tom Murry nicht zufrieden. Stattdessen wurde die Alte Münze  gemietet, der Stararchitekt Jürgen Meyer H. für eine Installation hinzugezogen und ein A-Klasse-Line-Up  aufgestellt: Neben den hauseigenen Designern Francisco Costa, Italo Zuchelli und Kevin Carrigan, werden auch die CK-Werbestars Lara Stone, Diane Kruger und der Twilight-er Kellan Lutz mit von der Partie sein. Auf dem Laufsteg wird die Frühjahrs- und Resortkollektion 2011 gezeigt und eine Präsentation des neuen Dufts Calvin Klein Beauty steht auch noch auf dem Programm . Na wenn dass mal kein gutes Gesamtpaket ist!!

Mit dabei auch Lara Stone - hier auf dem VOUGE Cover

Diane Kruger - Werbestar für den neuen Duft Calvin Klein Beauty

Bilder:trendland.net, aufeminin.com, zimbio.com

Kaviar Gauche für Görtz

Das Berliner Modelabel Kaviar Gauche hat sich an seine erste Schuhkollektion gewagt. Die acht Modelle umfassende und in Zusammenarbeit mit Görtz produzierte Kollektion ist ab morgen (24.06.) in ausgewählten Geschäften und im Online-Shop erhältlich. Vor allem die Overknees stechen heraus und sind durch ihr Design unverkennbar dem Label zuzuordnen. Die Herbst/Winter 2010/2011-Kollektion „Stripped“, zeichnet sich durch das Zusammenspiel von Glamour und Coolness aus.

Mehr unter: www.goertz.de
Bild: www.amica.de

Der neue Song von M.I.A. ist dröhnend laut, mit Presslufthammern im Hintergrund gepaart und einen Takt höre ich auch nicht. Aber sehr experimentell, dass muss man der Dame lassen!