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Self portrait, London 2015 © Juergen Teller

Juergen Teller hat das geschafft, was in Zeiten von einem Überfluss an Bildern und Fotografie nur schwer gelingt: er hat einen ganz bestimmten Stil für sich in Anspruch genommen und steht seit über zwei Jahrzehnten dafür. Seine Bilder sind nah, echt, intuitiv, unmittelbar und direkt. Sie haben eine gewisse Beiläufigkeit und bringen gleichzeitig eine Emotion, einen gewissen Moment ganz konkret auf den Punkt.

Er komm aus einer Zeit, in der perfekte, posierte und glossy Fotografien gefragt waren und das direkte Bild von Handykameras noch nicht existierte. In London verhalf ihm das 1991 zum Durchbruch, als er die Band Nirvana auf ihrer ersten Nevermind Tour begleitete und bewegende Portraits von Frontman Kurt Cobain einfing.

Juergen Tellers Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Kunst und Kommerz, doch auch bei kommerziellen Projekten ist er genau für seinen Stil gefragt, der stets mit einer bewussten Distanz zum klassischen Glamour der Mode spielt, wie in den Kampagnen für Marc Jacobs oder Louis Vuitton. Weiterlesen »

NEUSS, GERMANY - APRIL 06:  An exterior view is seen prior to the 'Lady Dior As Seen By' Exhibition Opening cocktail and dinner at Langen Foundation on April 6, 2016 in Neuss, Germany.  (Photo by Andreas Rentz/Getty Images for Dior)

Der junge Christian Dior war begeistert von Kunst und Architektur. Bevor der sich Mitte der 40er Jahren der Mode widmete, eröffnete der junge Dior eine Galerie in Paris, die damals Joan Miró, Pablo Picasso und als einer der Ersten Salvador Dalí vertrat. In seinen Kollektionen später ist die Liebe zur Kunst in Schnitten, Farben und sogar Namen wiederzukennen, zudem etablierte er eine Kunstsammlung mit Werken von Henri Matisse, Christian Bérard und Gemälden von Leonid und Eugène Berman.
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Fondation Louis Vuitton

Fondation Louis Vuitton

Am Montag eröffnete die Fondation Louis Vuitton, die von Stararchitekt Frank O. Gehry für LVMH-Gründer Bernard Arnault erbaute Stiftung für moderne Kunst im Pariser Stadtpark Bois de Boulogne für jedermann ihre Pforten. Tausende von Gäste strömten zur neuen Kulturattraktion. Zur zeremoniellen Eröffnung durch Präsident Francois Hollande und auch während der SS 2015- Show von Louis Vuitton gab es lediglich den Bau – die Sammlung und Wechselausstellung zogen erst am vergangenen Wochenende ein.

The Random Noise war für Euch vor Ort!

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Aufnahme von David Bowie für das Albumcover von Aladdin Sane, 1973Fotografie von Brian Duffy © Duffy Archive & The David Bowie Archive

Die Stadt ist voll plakatiert mit Postern, an den Kiosken ziert er die Zeitschriftcover und seit heute kann man in seine Lebenswelt eintauchen: die David Bowie Ausstellung ist nach London nun in Berlin angekommen und zeigt bis zum 10.August im Martin-Gropius-Bau den Werdegang des außergewöhnlichen, britischen Künstlers.

In einer kleinen Preview gestern gab es bereits einen ersten Einblick in die unglaublich umfangreiche Ausstellung, für die unbedingt etwas Zeit eingeplant werden sollte. Angefangen mit seinen Inspirationensquellen von Stanley Kubrick und Marshall McLuhan über seinen legendären Auftritt 1972 bei Top of the Pops mit „Starman“ bis hin zu den Höhen und Tiefen seines Alter Egos Ziggy Stardust. Veranschaulicht wird dies durch kleine Bühneninstallationen von Auftritten, den umwerfenden Kostümen, Modellen von Bühnensettings, Fotografien, Bowies Gemälden und ganz persönlichen Unterlagen wie sein Brief an Marlene Dietrich. Weiterlesen »

Hamburg: Das Künstlerkollektiv Innerfields

Hamburger Südwesten. Halle 62c. Ein amerikanischer Greyhound Bus steht zwischen Holzcontainern mit Trockenfrüchten. Es riecht nach frischer Farbe, denn unter grellem Scheinwerferlicht sprayen drei Männer mit Kapuzenpullis einen Graffitischriftzug auf einen silbernen Bus. Die drei sind das Künstler-Trio Innerfields aus Berlin. Ich treffe sie zum Gespräch über die Arbeit als Trio, die Zusammenarbeit mit dem Mobilfunkanbieter und die Herausforderung einen Bus zu bemalen. Weiterlesen »

Fashion-Ausstellungen - von Paris bis Düsseldorf

Während Kiki sich in Sardinien bräunt, blicken wir einmal auf das sommerliche Kulturprogramm. Drei Ausstellungen in Paris und eine in Düsseldorf haben wir dazu für Euch besucht! Ausnahmedesigner Azzedine Alaia, Dessous, das kleine Schwarze und eine Liebeserklärung an die Eigenheit der Pariser haben wir dabei für Euch entdeckt…

„Man ist nicht als Pariserin geboren, man wird Parisisenne“ – so erklärt es uns der Blog My Little Paris, der erst Videos und dann ganze Bildbände über Alltagssituationen und Zitate der Hauptstadteinwohner herausbrachte. Illustriert wurden diese von der jungen Japanerin Kanako, die auch die Poster der Open-Air-Ausstellung, die noch bis Ende August in Paris stattfindet, zeigt. Mehr Infos und die gesamte Route findet ihr hier. Weiterlesen »

"Artist for Revival" Kollektion von Schiesser im KaDeWe

Seit 1875 bringt Schiesser feinsten Doppelripp an unsere Körperoberfläche. Dass das Traditionsunternehmen aus Radolfzell am Bodensee aber nicht veraltete ist, sondern seinen modischen Klassiker immer wieder zeitgemäß umsetzt, zeigt eine neuen Zusammenarbeit mit zehn international renommierte Künstlerinnen und Künstlern.

Im Rahmen des zehnjährigen Jubiläums der Schiesser Revival Linie verbindet die limitierten Kollektion „Artists for Revival“ den bekannten Feinribb mit Motiven der Künstler: Bildhauer Tobias Rehberger setzt seine abstrakten Figuren in einen Print um, der Zeichner Marc Brandenburg zieht schwarz-weiße Streifen über das Hemdchen oder die Künstlerin Sarah Morris projiziert ihre typische farbigen Rasterbilder auf die weiße Oberfläche. Weitere Künstler von der Partie sind Monica Bonvicini, Pola Sieverding, Ekrem Yalcindag, Andreas Schulze, Spencer Sweeney, David Nicholson und Thomas Zipp (der aktuell auch auf der Biennale in Venedig zeigt). Weiterlesen »

"Espace Culturel Louis Vuitton" in Paris

Dass Louis Vuitton ein Händchen für gelungene Ausstellungen hat, bewiese das Haus bereits letztes Jahr in „Louis Vuitton-Marc Jacobs“, einer Homage an die zwei prägenden Chefdesigner. Bereits seit 2006 bereibt das französische Modehaus außerdem eigene Ausstellungsräume, die ich bei der Paris Fashion Week nun das erste mal entdeckte.

Direkt über ihrem Flagshipstore auf der Champs-Elysées bietet das sogenannte „Espace Culturel Louis Vuitton“ nicht nur mit einem atemberaubenden Blick auf die Stadt, besonders das Konzept der Einrichtung überzeugt, weil es sich von der kommerziellen Modewelt ablöst. In drei Ausstellungen pro Jahr werden zeitgenössischen Künstler gefördert. Die jeweiligen Themen hab zwar einen Bezug zu Reisen, einem der prägnanten Elemente von Louis Vuitton, sind aber inhatlich unabhängig und haben nichts mit Logos, Verkauf oder Mode zu tun. Stattdessen wird die 7.Etage des Gebäudes mit Lesungen, Art-Talks, Performances, Buchvorstellungen und Konzerten bespielt. Weiterlesen »

Bryan Adams - Exposed

„Was, Du fotografierst?“ Anfangs sollen die Persönlichkeiten, die man in den rund 150 Porträts im NRW-Forum Düsseldorf als Deutschlandprämiere sieht, eher skeptisch gewesen sein. Aber sie ließen sich anscheinen überzeugen. Der Schauspieler Sir Ben Kingsyley zum Beispiel taucht gleich mehrmals und in immer wieder auf – mit verschiedener Inszenierung.

“Die ersten Fotos habe ich mit einer kleinen Kamera meiner Eltern gemacht“, sagt Bryan Adams über die Anfänge seiner Leidenschaft zur Fotografie. „Die Motive auf meinem ersten Film, Mitte der Siebziger, waren Konzertfotos von den Beach Boys, Parkplatzmauern, meine Freundin im Badezimmer, meine Mutter, mein Klavier, einfach beiläufige Dinge – aber genau diese waren um mich herum.“

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Preview von "Zeitlos Schön"

In einer kleinen Presspreview dürfte ich heute vormittag in die Ausstellung „Zeitlos Schön“ in der C/O Galerie Berlin gucken und bereits die 160 unglaublichen Modefotografien sehen. Chronologisch geordnet erwarten einen schwarz-weiß Bilder der 1900-1920er Jahre, gefolgt von den unglaublich modernen Werken der ’30er und ’40er Jahren und die ersten Bilder auf den Straßen New Yorks in den ’50ern. Interessant ist nicht nur, dass Herr Condé Nast bereits von Anfang an mit den besten Fotografen seiner Zeit gearbeitet hat, sondern auch, dass es auch schon früh Retusche gab, mit der Falten oder kleine Wölbungen mit weißer Farbe verbessert wurden. Weiterlesen »