The Gates im Central Park NYC

Christo und Jeanne-Claude sind wohl das bekannteste Künstlerpaar unserer Zeit. Bereits seit Anfang der 60er Jahre arbeiteten die Beiden an ihren langjährigen Projekten, bei denen sie oft Gebäude oder Naturvorkommnisse wie Flüsse, Inseln oder Bäume einhüllten. The Gates im New Yorker Central Park war eines ihrer letzten großen Projekte. Damals, 2005, platzierten Christo und Jeanne-Claude riesige orangene Vorhänge, die wochenlang den Park in eine Kunstaustellung verwandelten.

Aber das wohl bekannteste Kunsterwerk hier zu Lande ist wohl der Wrapped Reichstag 1995, unsere Sitz der Bundesregierung, für zwei Wochen einfach eingewickelt. Dies ist auch eines der frühsten Erlebnisse aus meiner Kindheit, an die ich mich erinnern kann. Menschenmengen, die das eingepackte Haus bestaunen, bewundern und besingen. Ich war beeindruckt von der Größes dieses „Geschenks“ und noch heute kann ich die Melodie eines Lieds erinnern, das damals eine für mich sehr seltsam aussehende Frau gesungen hat und  ich danach niemals mehr gehört habe.

Zeichnung des Reichstags

Das Buch ist ein Werk über zwei große Künstler, die Dinge aus dem Alltag verpackten um die Gewohnheit zu brechen und Architektur, Natur oder Staturen ganz besonders zu machen.

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Am Montag Abend hieß es Abschied nehmen. Abschied von zwei Jahren Gegenwartskunst in Mitten von Berlin. Von der Idee, unterschiedlichsten Künstlern unsere Zeit einen Ausstellungsort mit Podiumsdiskussionen und Talks zu bieten. Von abwechslungsreichen Künstlern unserer Zeit. Und von der Montags Bar, die einem den Wochenstart kunstvoll versüßte – kurz um: der Temporären Kunsthalle.

Neben Künstlern wie Phil Collins oder Simon Starling, war mein persönlicher Liebling die Installation von Candice Breitz im November/Dezember 2008. Übers Internet hatte sie Fans von Michael Jackson, Madonna oder John Lennon zusammengetrommelt und mit Ihnen jeweils das Album als Karaoke – Version auf Video aufgenommen. Einzeln konnte keiner der Kandidaten besonders gut singen, aber gemeinsam waren die Songs erkenntbar und sie gab dem Fan-Kult eine Plattform des Ausdrucks.

Zum Abschluss gab es ein kleines Event mit bar, vielen Dankessagungen und toller Musik von Aoki Takamsa, Grischa Lichtenberger und Kangding Rayvor vor der Kulisse des Kunstwerkes von John Bock.
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Wer hat denn da die Tür nicht zu Ende gestrichen? Oder gar Farbbeutel drauf geworfen? Die auch noch farblos sind??? Wie ich gelernt habe, ist alles, was man sich zuerst nich erklären kann, moderne Kunst. Auch bei dieser Eingangstür schließe ich darauf und freue mich gleichzeitig über den rebellischen Bruch in der mittlerweile schicken Mitte Berlins. Selbst anzugucken gilt dieses Kunstwerk in der Marienstr. 10 nähe Friedrichstraße.

Zurück für den Sommer in Berlin, fand ich folgendes vor:

Mein Vater, der künstlerisch mehr von einem Peter Paul Rubens und Caspar David Friedrich hält als einem Damien Hirst oder Gursky, hielt es wohl für die Zeit unsere beiden Welten ein wenig mehr zu verbinden. Auf seinem Geschenk, einem Stich des Pantheon von Piranesi, strampeln seit neustem nun die Beine einer Dame in Louboutins. Kunst  – das Mittel der Verständigung!

Die internationale Mode-Kunst-Ausstellung DYSFASHIONAL ist nach Stationen in Luxemburg, Lausanne und Paris ab morgen (25.06.) in Berlin – im Haus der Kulturen der Welt – zu sehen.

DYSFASHIONAL ist eine Ausstellung im Kontext von Mode und Kunst, bei der die Künstler und Designer keine Kleidungsstücke auf dem Laufsteg präsentieren, sondern mit der Begrifflichkeit und Materialität von Mode experimentieren. Sie zeigen Installationen, die ihr kreatives Universum und ihre künstlerische Herangehensweise reflektieren und reizen dabei die Grenzen von Mode und Kunst aus.

Die folgenden internationalen Künstler und Fashion-Designer stellen Werke im Rahmen von DYSFASHIONAL aus: Raf Simons, Antonio Marras, Maison Martin Margiela, Hussein Chalayan, Damien Blottière & Pierre Hardy, Justin Morin & Billie Mertens, Bernhard Willhelm & Christophe Hamaide-Pierson, Kostas Murkudis, Gaspard Yurkievich & Florence Doléac, Hiroaki Ohya, Jerszy Seymour, Michael Sontag, Sissel Tolaas, Bless, Item Idem und Marc Turlan.

Maison Martin Margiela, Sans Titre, 2007-2009

Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
D10557 Berlin

Mehr unter: http://www.meabb.com/en/

Bild: www.hkw.de