Am vergangenen Samstag fand die Wahl zur Miss U-Bahn im schönen Kreuzberg statt. Für mich eine Premiere was Miss-Wahlen angeht, die ich sonst nur von komischen und nicht weiter nennenswerten MTV-Formaten kannte. Trotz des klassichen Miss Wahlen-Aufbaus – Bikini-Präsentation, Talent-Part, Frage+Antwort-Teil und abschließend die Abendgarderobe – glänzte die Wahl zur Miss U-Bahn 2010 durch Unkonventionalität. Das Konzept der Show sah wie folgt aus: verschiedene Teams (je ein Designer und sein Model) traten für eine U-Bahn-Station an. Um die Krone kämpften demnach beispielsweise: Miss Alexanderplatz, Miss Schlesisches Tor, Miss Mehringdamm und Miss Potsdamer Platz. Die Idee der Organisatorin Mirabelle Jones, das junge Designer ihre Entwürfe im Rahmen eines solchen Events präsentieren können und entsprechend Presse bekommen finde ich toll. Die Planung ließ allerdings etwas zu wünschen übrig und erschwerte eine reibungslose Durchführung, was einerseits zu Kreuzberg passte und sicherlich auch ein wenig auf das unbeständige Wetter zu schieben war.

Miss U-Bahn 2010

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Ja, Miss Wahlen gibt und gab es zu allen möglichen und unmöglichen Anlässen. Auch das Phänomen der Pageant Mum spricht nicht unbedingt für diese Art des Wettbewerbs. Ab und an sollte man sich allerdings darauf einlassen Althergebrachtes in neuer Form präsentiert zu bekommen und manchmal ist es dann plötzlich ganz wunderbar. So geschehen im Fall der Wahl zur Miss U-Bahn, die in diesem Jahr erstmalig in Berlin stattfinden wird und nicht wirklich den Richtlinien einer klassischen Miss Wahl entspricht – allerdings ist der Name Programm. Gesucht werden Duos – bestehend aus einem Designer und einer “Miss”-Kandidatin – welche eine bestmögliche Modeinszenierung an einem von 12 Berliner U-Bahnhöfen präsentieren.

Am 14. August ist der Kampf um die Krone zur „Miss Warschauer Strasse, Miss Kottbusser Tor etc“ eröffnet.

Mehr Infos gibt es hier.

Bild: www.missubahn.com