Was kann man erwarten, wenn die Tochter von Arthur Miller und Ehefrau von Daniel Day Lewis ihren eigenen Roman fürs Kino adaptiert, dabei selbst Regie führt und Nebenrollen mit großen Stars wie Julianne Moore, Monica Bellucci und Keanu Reeves besetzt? Etwas Einzigartiges, Großes oder gar einen totalen Reinfall?
Der Film stellt eine, im vollen Umfang des Wortes, außergewöhnliche Frau und ihre absolute Selbstaufgabe in den Mittelpunkt: Pippa Lee, die von Robin Wright (mit oder ohne) Penn wunderschön dargestellt wird. Sie verzichtet auf übertriebene Dramatik und verhindert dadurch dass der Film ein schnödes Hollywood-Drama wird.

Inhalt:
Bevor Pippa Lee einen 30 Jahre älteren Mann heiratete, zwei Kinder in die Welt setzte und ihren Tageshöhepunkt darin entdeckte, einen seltenen Käse auf dem Wochenmarkt zu finden, war sie Tochter einer Hausfrau, die ihre Stimmungsschwankungen nur noch mit Tabletten ertragen konnte. Mutter und Familie kehrte Pippa in sehr jungen Jahren für immer den Rücken und ließ sich ziellos aber auf exzessive Weise treiben. Eines Tages traf sie den erfolgreichen Verleger Herb Lee, der in ihr einen attraktiven Freigeist erkannte, den er formen und dem er die ersehnte Sicherheit bieten konnte.

Besonders gelungen finde ich neben der Darstellung von „Gossip Girl“ Blake Lively als junge Pippa, dass sich Komik und Traurigkeit im Film die Balance halten und dass selbst Randfiguren erstaunlich interessant gestaltet sind.
Das Ende des Films gleicht meiner Meinung nach leider zu sehr einer Zigarettenwerbung: Liberté toujours…

Mir hat Pippa Lee sehr gut gefallen – aber seht selbst: Bundesweiter Kinostart ist der 01. Juli 2010.

Bilder: www.kino.de