Comme des Garçons Summer 2014

Ist Mode Kunst oder Handwerk? Diese Frage wird seit jeher im Fashion Circle diskutiert. Rei Kawakubo, die Chefdesignerin des Labels Comme des Garçons, positioniert sich regelmäßig als Künstlerin. Mit zahlreichen Ausstellungen, wie zum Beispiel in der Cité de la Mode et du Design im letzten Jahr oder als Teil der asiatischen Avantgarde gesehen im Haus der Kunst, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Was Rei Kawakubo für Sommer 2014 zeigte, war ein Kunstwerk. Während des Design-Prozesses wollte sie partout nicht an Kleidung denken. So schuf sie eine Reihe von Einzelstücken, die individuell auf dem Laufsteg inszeniert wurden und die volle Kreativität Rei Kawakubos zeigten, ihren Instinkt, das Resultat dessen, worauf sie in jenem Moment der Kreation Lust hatte. Die renommierte Moderedakteurin Sarah Mower (sie verfasse auch den Text des am Freitag erstmals gezeigten Buches Chloé Attitudes über die Marke Chloé, Artikel folgt) schreibt über Rei, sie sei die „Thinker-in-Chief“ der Mode. Eine Visionärin also, die die gesamte Branche inspiriert und ihr Energie verleiht.

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Im Barican Centre in London darf man sich zur Zeit eine tolle Ausstellung ansehen. Future Beauty ist – europaweit – die erste Ausstellung, die sich mit japanischer Avantgarde-Mode von den frühen 80ern bis heute befasst. Dabei geht es unter anderem um einflussreiche Designer wie Issey Miyake, Yohji Yamamoto und Rei Kawakubo. Future Beauty: 30 Years Of Japanese Fashion – wahrscheinlich eher Show als Ausstellung – zeigt über 100 Kleidungsstücke und erklärt die Arbeiten der Designer, die versuchen eine (Wechsel-)Beziehung zwischen japanischer Kunst, Kultur und Mode-Geschichte herzustellen.

Die Ausstellung kann man noch bis zum 06.Februar in London besuchen.

30 Years Of Japanese Fashion

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