"Espace Culturel Louis Vuitton" in Paris

Dass Louis Vuitton ein Händchen für gelungene Ausstellungen hat, bewiese das Haus bereits letztes Jahr in „Louis Vuitton-Marc Jacobs“, einer Homage an die zwei prägenden Chefdesigner. Bereits seit 2006 bereibt das französische Modehaus außerdem eigene Ausstellungsräume, die ich bei der Paris Fashion Week nun das erste mal entdeckte.

Direkt über ihrem Flagshipstore auf der Champs-Elysées bietet das sogenannte „Espace Culturel Louis Vuitton“ nicht nur mit einem atemberaubenden Blick auf die Stadt, besonders das Konzept der Einrichtung überzeugt, weil es sich von der kommerziellen Modewelt ablöst. In drei Ausstellungen pro Jahr werden zeitgenössischen Künstler gefördert. Die jeweiligen Themen hab zwar einen Bezug zu Reisen, einem der prägnanten Elemente von Louis Vuitton, sind aber inhatlich unabhängig und haben nichts mit Logos, Verkauf oder Mode zu tun. Stattdessen wird die 7.Etage des Gebäudes mit Lesungen, Art-Talks, Performances, Buchvorstellungen und Konzerten bespielt.

Aktuell finden sich Arbeiten unter dem Titel „Correspondences“ in den Ausstellungsräumen. Seit dem 1. Februar 2013  zeigen dort eine Hand voll Künstler ihre Arbeiten zum Austausch und zeigen in konzeptionell durchdachten Werken u.a. die Kunstrichtung „Mail-Art“, die sich mit dem Medium des Briefes auseinandersetzt und das Netzwerk zwischen Sender und Empfänger künstlerisch untersucht.

Vorbeigucken lohnt sich: der Eintritt ist umsonst und eine Fahrt im ganz dunklen Aufzug des Künstler Olafur Eliasson ist bereits ein Erlebnis für sich! Vormerken können wir uns zudem, dass in der neuen deutschen Vuitton-Maison in München Ende des Jahres das „Espace Louis Vuitton München“ eröffnet.

Espace Culturel Louis Vuitton
60, rue de Bassano – 75008 Paris
Eingang durch den Louis Vuitton Shop: 101, avenue des Champs Elysées – 75008 Paris
Öffnungszeiten:
Mo-Sa.: 12 bis 19 Uhr
So.: 11 bis 19 Uhr
Der Ausblick:

"Espace Culturel Louis Vuitton" in Paris

Das Video zur aktuellen Ausstellung:

Fotos: Logo und Außenansicht via LV Press, Bild der Fotowand und vom Balkon Kiki Albrecht / The Random Noise

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