Zwar fiebert man/wir/ich dieser Tage auf das Geschehen der Berliner Fashion Week hin, aber man sollte nicht außer Acht lassen, dass gerade parallel in Paris die crème de la crème der Modekreationen präsentiert wird: Die legendären Haut Couture Schauen für den Herbst 2010. Kreationen, bei denen die Designer noch völlig frei von Marktchancen und Marketinganalyen kreieren können – und die Kunst des Kleides noch mehr im Vordergrund steht.

Zum Auftakt inszenierte John Galliano ein außergewöhnliches, florales Fest. Blumen, in all ihren Formen und Facetten – das war das diesjährige Thema bei Christian Dior.

Ausschliesslich Kleider und Röcke waren auf dem Laufsteg zu finden, die mit großen Volants und vielen Schichten aus Chiffon die Blumenkelche sehr gut wiederspiegelten. Dazu leuchtende, strahlende Farben und Blumenprints. Sehr schmeichelhaft finde ich die Schnitte, da die Betonung immer auf der Taille lag. Unterstrichen wurde dies auch mit Gürteln, die wie Bänder ganz locker zur Schleifen gebunden wurden.

Ein Traum sind die Turmfrisuren, toupiert wie kleine Knospen und teilweise auch mit buntem Plastik verpackt. So, als ob man ein kleines Sträußchen gerade erst beim Floristen gekauft hätte. Im Hintergrund des weißen Laufstegs spross ein überdimensionales orangenes Bouquet aus dem Boden hervor.

Inspiriert wurde Galliano, wer hätt’s gedacht, natürlich von echten Blumen aus dem Garten sowie den Bildern der Fotographen Irving Penn und Nick Knight.

Ja,es sind ziemlich viele Bilder, aber die Kreationen sind wirklich fabelhaft:

Bilder: style.com