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Die mit Spannung erwartete Show für Dior Spring/Summer 2017, in der Maria Grazia Chiuri ihr Debüt gab, setzte die Frau in den Mittelpunkt – und an die vorderste Front. Mit „Feminismus“ als Leitmotiv balanciert sie in 64 Looks mit schützenden Uniformen und zerbrechlichen Tüllkleidern zwischen maskulin und feminin, sportlich und feenhaft. Wir haben für Euch die wichtigen Looks und Details frisch aus dem Showroom.

Dior – das Label, welches die Weiblichkeit seit den 1950er Jahren mit seinem New Look geprägt hat, und in den vergangenen Jahren durch Raf Simons im heutigen Kontext auflebte, erhält im buchstäblichen Sinne des Wortes eine neue kreative Direktion. Im Juli wurde bekannt, dass Maria Grazia Chiuri, die zuvor bei Valentino gemeinsam mit Pierpaolo Piccioli eine kleine Revolution nach der nächsten anzettelte, die neue und erste weibliche Chefdesignerin der Maison Dior wird. Ihre Debütkollektion, die am Wochenende in Paris gezeigt wurde, ist ein deutlicher und sehr weiter Schritt in eine neue Richtung – mit Feminismus als Leitmotiv.

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In starken monocromen Head-To-Toe-Looks in schwarz, weiß oder rot. Wattierte feste Stoffe kontrastieren mit transpparentem Tüll, welcher seinen Höhepunkt in zarten nudefarbenen Roben findet, die in Pastellfarben bestickt werden. Von day to night, from strong to soft. Gespielt wird vor allem mit Codes und Symbolik, die Libelle von Dior Homme „landet“ auf Kleidung für Frauen. Gefütterte Westen in weiß und schwarz legen sich wie ein Schutzschild um die Brust, und zwar genau wie bei einer Fechtuniform – jener Sport, in dem Mann und Frau nicht voneinander unterschieden werden können. Nicht zuletzt auch wegen der Masken. Diese wiederum lässt Maria Grazia Chiuri sich öffnen wie die Flügel einer Libelle und verwandelt sie in klassische große Damenhüte. Die Sportlichkeit führt sich in Mieder und BHs mit J’adior-Gummiband fort. J’adior wird zum selbstbewussten Ausspruch, ein Slogan der Liebesbekundung, welcher insbesondere auf den Accessoires Verwendung findet. In den Accessoires zeigt sich der stärkste Bruch zur bisherigen Welt von Dior, genauso wie in simplen Baumwoll-Shirts mit eindeutigen Sprüchen. Es wird sich zeigen, ob das Plakative der Kollektion, das auf dem Laufsteg laut mit einem kommuniziert, auch breiten Zuspruch jenseits von Editorials findet. Fest steht, dass sich das Haus Dior nun mit großem Mut der Frage nach der heutigen Definition von Weiblichkeit stellt, anstatt sich auf seiner reichhaltigen Vergangenheit auszuruhen.

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Backstage-Bilder: ® Morgan O’Donovan