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Deutschland hat viele Modestädte: in Berlin, so sagt man, sind die jungen und hippen Designer, in München und Hamburg sind u.a. die deutschen Magazine und die Dependancen der große Labels aus dem Ausland ansässig. Oder auch Düsseldorf, seit vielen Jahren vor allem vom Handel geprägt. Außerdem gibt es noch die Modeszenen in Stuttgart, Frankfurt oder kleineren Städten wie Leipzig.

Umso interessanter also mal über den eigenen Tellerrand in Berlin hinaus zu blicken und sich in anderen Städten nach upcoming Labels umzugucken. So habe ich neulich Hamburg besucht und dort neue Designern entdeckt. Wen kennt man hier, wer verkauft in den Hamburger Concept-Store und wen sollte man im Auge behalten? Herausgekommen sind 5 Labels To Watch:

1. Alesya Orlova

Accessoire Designer Alesya Orlova kommt eigentlich aus dem Interior Designer, was an den Formen und Konstruktionen ihrer Taschen auch immer noch zu sehen ist. Mit genau diesen sorgt sie seit 2015 unter ihrem eigenen Namen für Aufsehen: Bucket Bags in verschiedenen Größen, elegante Clutches und stilsichere Shoulder Bags. Die Ukrainerin, die nun in Hamburg lebt und arbeitet, bringt es selbst am besten auf den Punkt, was ihre Taschen ausmachen: Simplicity, Eleganz und die tradition für handgefertigte Accessoires.

Zu Kaufen u.a. im Little Department Store, Lehmweg 42, 20251 Hamburg

2. Xenia Bous

Xenia Bous hat viele Jahre für die größten Häuser der Branche gearbeitet: Emilio Pucci, Matthew Williamson, Valentino oder Elie Saab. 2007 entschied sie sich unter ihrem eigenen Namen eine Schmucklinie zu machen. Der Stil: mal filigran, mal groß, mal in monochromen Gold, mal mit großen bunten Steinen. Die Ohrringe, Armspangen und Ringe sind wie kleine Skulpturen an einem Körper, ohne klobig oder überladen zu wirken.  Und wie kleine Kunstwerke werden sie auch hergestellt: alle Schmuckstücke sind Unikate, die bei ausgesuchten Handwerken in Italien gefertigt werden.

Zu kaufen bei Anita Hass, Eppendorfer Landstraße 60, 20249 Hamburg

3. Musswessels

Im Laden von Designerin Kathrin Musswessels geht es um die Liebe zum Handwerk: der Shop in St-Pauli geht über in ihr Atelier, in dem man einen Blick auf die Nähmaschine und ihr Schneiderhandwerk blicken kann.  Neben ihrer eigene Kollektion, findet man in der Boutique auch ausgewählte Vintage-Stücke, die sie selbst gekauft und mit kleinen Akzenten umgenäht hat. Und auch in ihrer Kollektion trifft Schnittkunst auf Stofflichkeit: so findet man in der aktuellen Saison überlange Blazer, weiche Mäntel oder locker sitzende Jumpsuits in Nachtblau und schimmerndem Gold.

Zu kaufen im Musswessels Shop, Clemens-Schultz-Str.29, 20359 Hamburg

4. Black Velvet Circus

Beeinflusst von Vintagemode, Musik und Kunst – so beschreibt Designerin Tanja Glissmann die Inspiration für ihr Label Black Velvet Circus. Fast jede Freundin, die ich in Hamburg habe, besitze ein Kleidungsstück des Labels – egal ob leichte Kleider, coole Sweater oder Blusen mit einem modernen Twist. Hier treffen Rock’n‘ Roll und Weiblichkeit aufeinander, Leichtigkeit auf durchdachte Schnitte

Zu erstehen im eigenen Onlineshop.

5. Hausach Couture

Der Zusatz „Couture“ im Namen ist bei Hausach ernst zu nehmen: das 2006 gegründete Label von Sascha Gaugel orientiert sich nicht an schnellen Trends, sondern setzt auf hochwertiges Couture-Handwerk. In den Schnitten wird das Thema der Weiblichkeit immer wieder aufgegriffen und mit auf wendigen Raffungen und Drapierungen umgesetzt. Den gekonnten Bruch dazu bieten ungewöhnliche Stoffe wie Perlmutt oder Rochenhaut und der Einsatz oder der Einsatz von Federn. In der aktuellen Kollektion wird auf Länge und Stofflichkeit gesetzt: weite Marlenehosen aus orangenem Leder, bodenlange Mäntel oder bestickte Umhänge.

Bald im eigenen Onlineshop hier zu haben.

Und noch meine persönlichen Tipps für Hamburg:

Schlafen in der Superbude St-Pauli oder St.Georg: Zimmer mit Seemanns-Charakter für zwei oder mehr Personen, eine entspannte Lobby mit Kühlschrank zum Selbstbedienen und ein super nettes, hanseatisches Personal. Doppelzimmer ab ca. 55,-€/Nacht.

Einen Blick in das Programm der Deichtorhallen werfen: Ausstellung mit Fotografie aller Art oder Kunst – wie von zuletzt Konzeptkünstler Andreas Slominski – gibt es hier zu entdecken. Weitere aktuelle Ausstellungen könnt ihr hier entdecken.

Dinner in der Bullerei: Im Restaurant von Tim Mälzer kann der Gast dank der offenen Küche der Zubereitung des Essens zugucken. Die wirklich hervorragende Qualität der Produkte überzeugt und rechtfertigt auch den etwas höheren Preis.

Ab auf den Fischmarkt: den Händlern beim Verkauf zu gucken, Fischarten entdecken und Fischbrötchen essen! Ein wahrer Klassiker!

Bilder: PR