Interview & Show Stephan Pelger F/W 2012

Der Designer Stephan Pelger ließ uns bei den Castings zu seiner Fall/Winter 2012-Show hinter die Kulissen blicken. Wer war gesucht? Die Frau, die das Motto seiner Kollektion, Iconirony perfekt verkörpert. Eine Frau, die selbsbewusst ist, ohne sich selbst zu ernst zu nehmen. Eine Frau, die weiss, das sie sexy ist und sich nicht scheut, ihre Weiblichkeit zu leben. Kurz: Die moderne Großstadtfrau. Lest selbst mehr im The Random Noise Interview…

The Random Noise: Zu Deiner Person: Woher kommst Du und wo ist Dein Lebensmittelpunkt?
Stefan Pelger: Ich komme aus Kronstadt und habe in Bukarest eine Produktionsfirma. Ansonsten lebe ich in München, wo auch meine Eltern mittlerweile sind.

Du hast ja in Wien studiert und in Iasi (Rumänien) Deine erste Kollektion gezeigt…Wie kommt man nach Berlin?
Ich wollte schon immer zur Berlin Fashion Week, die ja mittlerweile zu den größten Fashion Weeks der Welt zählt. Dafür wollte ich sehr gut vorbereitet sein. Zweitens war im letzten Jahr die Fashion& Fame-Geschichte (Anm: Pro-7-Contest 2011, den Stefan Pelger gewann), durch die mein Bekanntheitsgrad in Deutschland starkt gestiegen ist.

Was ist Berlin? Ein Sprungbrett?
Ich glaube es ist ein tolles Sprungbrett für junge Designer – denn auch meine Kollektion wurde in diesem Rahmen international besprochen.

Was ist die Story Deine Kollektion?
Es geht diesmal um Eigenironie. ICONIRONY ist der Name der Kollektion, die Ikonen der 60er bis 80er Jahre sind die Leitmotive der Kollektion. Ob jetzt Twiggy oder Jane Birkin – Frauen, die alle sehr modisch waren, aber nicht selbst nie zu ernst genommen haben. Etwas ganz Neues und auch ein neues Branding ist ein Print von einer Karikatur vor mir, die ich auf die Kollektion drucken habe lassen.

Wow, hast Du dies entworfen?
Das Motiv war – und somit sind wir wahrscheinlich beim nächsten Thema (allgemeines schmunzeln)… – die Inspiration meiner Kollektion. Ich habe es zum Geburtstag bekommen und hab mir dann gesagt: Das muss als Print auf meine nächste Kollektion.

Direkt oder verfremdet?
Es ist teilweise vergrößert, zerschnitten, oder auch komplett. Ein kreativer Prozess ist mir ebenso wichtig wie die Handwerklichkeit in meinen Kollektionen im Allgemeinen.

Wie wichtig sind Dir Anfertgungen und Materialen?
50/50 für das Verhältnis Material und Verarbeitung. Du kannst noch so tolle Designs haben, wenn das Material nicht stimmt, kannst Du es vergessen.

Mit welchen Arbeitest Du für Fall/Winter 2012?
Mit viel Leder (bei Abendkleider und Mäntel), Caschmere, aber auch Leinen und Baumwolljearsey und Seide. Ich mixe gerne schwere und leichte Materialien, genauso wie die Silhouetten, die von A-Line zu Schlaghosen reichen können. Ich beziehe meine Stoffe aus Italien und Frankreich, Spitze aus der Schweiz.

Iconiroy – wir sind hier beim Casting. Suchst Du nach starken Frauen?
Ja, natürlich. Neben Franziska Knuppe und Sara Nuru suche ich heute hier beim Casting keine jungen oder super-skinny Models, sondern Frauen mit Attitude, mit Formen, mit Spaß am Leben. Dies ist auch der Typ Frau, der mich in der kreativen Phase, beim Designen inspiriert. An sie denke ich, wenn ich ein Design erstelle. Das sind auch die Kundinnen von Stefan Pelger.

…die trifft man bestimmt in Bukarest…
Und wie! Das ist so eine interessante Stadt, auch was Design anbelangt tut sich dort sehr viel!

Et voilà, hier sind ein paar Eindrücke aus der Stefan-Pelger-Show, die im Zelt am Brandenburger Tor stattfand. In der Kollektion, die mit der Kombination von schwarz, grau und rot ist Stärke und Zeitlosigkeit vermittelte, kann jeder sein Lieblingsstück finden. Unseres war ein knielanges, graues Etuikleid, welches sich für’s Büro supergut zum Blazer macht und beim After-Work dank eines tiefen Rückenausschnitts sophisticated Sexiness ausstrahlt.

Stephan Pelger F/W 2012

Stephan Pelger F/W 2012

Stephan Pelger F/W 2012

Stephan Pelger F/W 2012

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