Designer for Tomorrow Media Morning mit Marc Jacobs, John Cloppenburg und den Finalisten

Wenn Marc Jacobs in Berlin ist, bleibt das nicht lange unbekannt. Bereits gestern Abend liefen über Twitter #MJ oder bei instagram die ersten Bilder des Cocktails. Der Anlaß? Die erste Runde des alljährlichen Designer for Tomorrow Awards, ein Projekt von Peek & Cloppenburg zur Förderung von jungen Designern, bei dem der Louis Vuitton Designer Marc Jacobs Schirmherr ist und letztes Jahr die Gewinnerin Alexandra Kiesel unterstützte.

Nach einem ersten Aufeinandertreffen der fünf Finalisten und Jacobs gestern, stellten sich die Jungdesigner zusammen mit Schirmherr und John Cloppenburg von P&C beim Media Morning im kleinen Kreis erstmals der Presse. Gleich zu Beginn viel auf, wie international sich der DfT-Preis entwickelt hat, denn die Finalisten kommen aus den unterschiedlichsten Nationen: Camilla Saalgrad Nielson beispielsweise hat in Birmingham studiert, Laura Williamsan an der University of Westminster, Ramil Makinano am renommierten Central Saint Martins, Leonardo Cano Luque kommt aus Sevillia und lediglich Siddharta Anselm Meyer macht derzeit seinen Abschluss an der deutsche Kunsthochschule Weißensee.

Die wirklich entzückende Marlene Sørensen führte durch die Runde und fragte den trotz vollem Terminplan sehr entspannten Jacobs nach seiner Sicht auf den Preis. Besonders die jetzt kommende Zeit sei für die Jungdesigner und auch ihn toll, erzählt er. Denn mit der handwerklichen Ausbildung aus der Universität bietet der Preis nun einen Blick in die gesamte, große und auch sehr komplexe Modemaschienerie. Wie richte ich eine Kollektion auf den Markt aus, so dass sie auch verkauft werden kann? Welche Pressearbeit ist nötig, wie geht man mit Medien um? Dieses neue Gebiet ist auch aus Sicht der Finalisten das wohl der neuste und unsicherst Bereich in der kommenden Zeit. Und auch John Cloppenburg (Mitglied der Unternehmensleitung von P&C) hat bewusst diesen Preis ins Leben gerufen, um neue Talente auf dies vorzubereiten. Er selbst bewundere die nicht vorbelastete Innovationfähigkeit und Kreativität der Designer, die dem Preis, aber auch Peek & Cloppenburg immer wieder neuen Input geben und das Unternehmen bereichern.

Auf die Frage an Marc Jacobs nach der Entscheidung für genau diese Finalisten, untermauert er dass sich über Geschmack ja bekanntlich streiten lässt. Doch bei der Auswahl ging es nicht nur um gut oder schlecht, sondern um die sehr individuellen Visionen jedes einzelnen und die kreative Stimme dahinter, die durch eine gelungene Komposition aus Stoffen, Schnitten, dem Styling und dem Lookbook überzeugt haben – ganz egal ob die einzelnen Stücke nun gefallen oder nicht. Genau diese Beurteilung war auch für die Finalisten persönlich sehr entscheidend, so erzählen sie. Denn die Chance einem der weltweit bekanntesten Designer seine Kreation zu zeigen und Feedback zu bekommen, sei eine einzigartige Möglichkeit und ein entscheidenes Merkmal des Dft-Awards. Und was freut Marc Jacobs selbst am meisten, fragte bei der QnA später eine Journalistin? Wenn jemand auf der Straße ein Stück von ihm trägt – irgendjemand, keine spezielle Moderedakteurin, kein Promi, kein Fachmann. Einfach jemand Unbekanntes, der sich an einem von Jacobs designten Produkt erfreut.

Im Anschluss galt es dann die ersten Keylooks der Designer unter die Lupe zu nehmen und mit einigen der Finalisten sprachen wir bereits, dazu aber später mehr. Habt ihr schon einen favorisierten Look?

John Cloppenburg, Marc Jacobs & Moderatorin Marlene Sørensen

Finalisten: Camilla Saalgrad Nielson & Leonardo Cano Luque

Finalisten: Siddharta Anselm Meyer, Laura Williams & Ramil Makinano

Ein wahrlich ehrlicher und gut gelaunter Marc Jacobs

Designer for Tomorrow Media Morning

John Cloppenburg berichtet über die Strategie der Nachwuchsförderung

Finalist Siddharta Anselm Meyer von der Kunsthochschule Weißensee

Finalistin Camilla Saalgrad Nielson vom Birmingham Institute of Art & Design

Designer for Tomorrow Media Morning

Die Entwürfe der fünf Finalisten:

Leonardo Cano Luque mit seinem Entwurf

Entwurf von Laura Williams

Entwurf von Siddharta Anselm Meyer

Entwurf von Camilla Saalgrad Nielson

Ramil Makinano mit seinem Entwurf

Fotos: Kiki Albrecht/The Random Noise

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