Als Kontrastprogramm folgte auf Marcel Ostertag die Show von Lena Hoschek, die vom Look sehr an die 50er Jahre erinnerte – und mit so einigen Fetisch-Elementen bestückt war.

Aber von vorne: der 50er Jahre-Look spiegelte sich in roten Lippen, langen Locken und geradem Pony, schwingenden Tellerröcken und hochgeschnittenen Shorts wieder. Die schwarzen Einheitsperücken hätten es um ein Haar verhindert, dass ich Frau Knuppe und einige der GNTM-Kandidatinnen erkannt hätte. Der bereits erwähnte Fetisch-Touch drückte sich durch nietenbesetzte Ledergestelle aus, die über zarten Blusen getragen wurden sowie wahlweise Kniestrümpfe oder Strumpfhosen aus einem Silikon/Latex-Gemisch. Darüber hinaus waren einigen Models die Hände – vor oder hinter dem Körper – mit Seiden- bzw. Lederbändern verschnürt…was es sicherlich nicht einfacher machte in den extrem hohen Pfennigsabsätzen zu laufen.

Die Kollektion beinhaltet neben Badeanzügen und Bikinis, die einen von der Gestaltung her direkt ins Pleasantville der 50er katapultierten, auch feminine und luftige Kleider, die kontrastreich mit schweren Nietengürteln gepaart sind. Von der Sekretärin, die sich nach oben arbeiten möchte, bis zur braven Grundschul-Lehrerin, die ihre Schultern mit der Strickjacke bedeckt, war für (fast) alle Berufsgruppen etwas dabei.