Freitag, 09.07.2010, Bebelplatz/Berlin

Die wohl ersten und treffendsten Assoziationen mit dem Designer Patrick Mohr sind exzentrisch und provozierend. In seiner Mode stellt er die Geschlechter gleich, d.h. alle Modelle sind grundsätzlich unisex. Nicht nur damit bricht er mit bestehenden Tabus. Bei seiner heutigen Show lag der Fokus auf den Farben Weiß, Crème, Schwarz und Rot sowie dem Prinzip des Layerings. Nun aber zurück zur Exzentrik: alle Models bekamen Glatzen, welche bis über ihre Ohren reichten (Darstellung einer gewissen Abschottung?) und angeklebte, weiße Bärte – dadurch wurde das gängige Bild der Ästhetik verhindert. Deutlich wurde jedoch, dass sich Mohr mit dieser Kollektion mehr der Streetwear als den avantgardistischen Entwürfen gewidmet hat, da der Großteil tatsächlich tragbar war und durch den Lagenlook vielseitig einsetzbar. Der Schocker kam zum Schluss: ein skelettähnliches, weibliches Model mit Silikonbrüsten wurde in Boxershorts bekleidet über den Laufsteg geschickt.

Bild 1:stylesyoulove.edelight.de

Bild 2-4:www.gala.de