So meine Lieben, da bin ich wieder. Zurück in Berlin, finde ich endlich Zeit die Artikel über die Paris Fashion Week SS 2011 zu schreiben.

Am Samstag fand im Jardin des Tuileries die Präsentation des niederländischen Labels Viktor & Rolf statt. Größer und voller als alle anderen Shows, ergatterten Nina und ich dann doch noch Sitzplätze im überfüllten Zelt – danke hier noch mal an die gute Judith.

Das Lieblingskleidungsstück von Viktor & Rolf für den kommenden Frühling war definitiv das Hemd. Den bestickten Kragen und der typische Umschlag am Ärmelabschluss konnte man nicht nur bei vielen der Damenblusen sehen, sondern auch an den Kleidern.

Die Blusen stachen durch runde, ausgeprägten Schultern hervor und das Designerduo ließ sich viele verschiedene Formen einfallen: Mal als Maxikleid, mal klassisch zur Hose, mal Lang und Vorne geteilt, um sie in die Shorts zu stecken. Farbliche setzten Viktor & Rolf auf ganz viel Weiß dazu Schwarz, Mint und Türkis sowie kräftige Facetten von Orange.

Von Stil des Barock waren die Minikleider der Kollektion inspiriert. Der voluminöse Seidenstoff wurde von Einsätzen (aus Spitze oder Jersey) an den Schulter oder an der Hüfte unterbrochen, zudem sah man auch hier teilweise Elemente vom Hemd hervor blitzen.

Den Abschluss bildeten vier weiße Abendkleider – eines größer als das Andere. Die vielen Layer der Röcke sahen fast aus wie aus abstehender Pappe und das Thema der Krägen wurde stark überzogen, in dem diese überdimensional groß und vervielfältigt wurden. Diese fabelhaften Kleiderkreationen waren nach schon mehr Haute-Couture als Pret-a-porter, aber als Grand Final definitiv passend und beeindruckend.

Zu den Accessoires.Die Cowboyboots passten meiner Meinung nach eher weniger zu den femininen Kleidern, da waren die roten und schwarzen Heels mit Blockabsatz schon etwas besser. Das weiße Fliegengitter als Sichtschutz kam leider nur bei ein paar wenigen Outfits vor, obwohl ich es als extravagante Maske für sehr Partytauglich halte.

Fazit: Tolle Show, auch wie sich die beiden Designer zum Abschluss Rücken an Rücken in Pose setzten und viele der Kleider tragbare Must-Haves. Wer da war und was für Styles das Publikum trug, gibt’s bald in einem extra Artikel.