Letzte Woche erzählt ich in meiner #faceforward Geschichte Teil I, wie ich mit dem Bloggen begann. In Teil II geht es nun um die Entwicklungen in den letzten 12 Monaten, meine neue Agentur und wie man eigentlich eine eigene Firma startet.

Im Sommer 2014 fing mit dem erfolgreichen Ende meines Studium ein neuer Abschnitt an. Während meines Studiums und vor allem letztes Jahr lief es sehr gut mit dem Bloggen. Ich arbeitete zwar sehr viel dafür neben der Uni, stieg manchmal morgens um 7 Uhr irgendwo in den Flieger, um um 10h wieder im Vorlesungssaal zu sitzen, aber ich konnte somit viel sehen, reisen und ein Netzwerk aus Kontakten und meine Selbstständigkeit aufbauen, die die Basis für das ist, was ich jetzt tue.

Für mich war klar, dass ich den Blog weiter betreiben möchte, aber nicht ausschließlich. Durch mein Studium, als freie Redakteurin, Projektleitern bei einem Filmfestival und meiner Arbeit in der Kommunikationsagentur wurde mir klar, dass ich an genau dieser Vielfalt der Kommunikation interessiert war. Gleichzeitig wollte ich das Bloggen weiter betreiben und schätzte meine Selbstständigkeit: Arbeitszeiten und Projekte selbst bestimmen zu können sowie die Leute, mit denen man eng zusammen arbeitet, und dafür stets 150% geben, weil es das ganz eigen Ding ist.

Über meine Arbeit als Freie Redakteurin lernte ich 2013 Anna kennen. Sie arbeitete lange in der PR, hatte auch vor einigen Jahren mit einem Blog angefangen und holte mich damals für das Fashion Week Magazin FashionDaily als freie Autorin mit ins Boot. Wir blieben im Austausch über Projekte, Ideen, Zukunftspläne. An einem Abend im Chicago Williams Burger wurde uns klar, dass wir beide in vielfältige Richtungen Arbeiten und Denken und dies gemeinsam bündeln wollen. So entstand unsere Agentur Blow (jap, der Name kommt von Beyoncés gleichnamigen Song, we love her). Was wir machen? Kommunikation im weitesten Sinne! Zum einen haben wir einen PR-Teil, indem wir Mode- und Beautylabels vertreten und hier sowohl auf klassische Printmedien als auch auf Blogs eingehen. Zum anderen arbeiten wir an Kommunikationskonzepten und Onlinemagazinen für große Lifestylemarken, hier bringen wir unsere Expertise aus Konzepten, Redaktionsplanung, Bloggerrelations und dem tatsächlichen Schreiben ein.

Soviel dazu, was wir heute tun. Aber wie gründet man so eine Firma? Ich bin zum einen sehr dankbar eine wirklich strukturierte und tolle Partnerin zu haben, die in vielen Punkten unterschiedlich ist und mich ergänzt, und wir bei wichtigen Entscheidungen immer an einem Strang ziehen. Was eine Gründung eigentlich bedeutet? Sehr viel Neues! Den Anfang macht die tatsächliche Gründung einer Firma, die Auseinandersetzung mit Steuern, Buchhaltung, Arbeitsverträgen für Mitarbeiter, dann Büro suchen und vor allem das Planen der Finanzen. Ganz wichtig für den Start: ein finanzielles Polster! Auch wenn der Businessplan und alle Berechnungen aufgehen, ist es wichtig ein finanzielles Backup zu haben und somit für die richtige Infrastruktur sorgen zu können. Mein Laptop ging zum Beispiel nach ein paar Wochen nach der Gründung drauf oder bei großem Arbeitsvolumen nehmen wir Freelancer mit ins Boot. Für solche Fälle ist es wichtig den Rücken frei zu haben, um sich der Sache an sich voll widmen zu können.

Genau deshalb bin ich sehr gerne das Gesicht der #faceforward Kampagne von Clinique geworden, denn sie unterstützen neue Ideen und das Gründertum. Mit der #faceforward Aktion werden drei Ideen bei der Umsetzung unterstützt. Stellt eure Projekt vor und sichert euch die Unterstützung von 5.000 Euro (1.Platz), 3.000 Euro (2.Platz) oder 2.000 Euro (3. Platz). Mehr dazu erfahrt ihr hier. Auch wenn ich fast täglich Neues erlebe, wir Projekte dazukommen, es auch mal schwierig und stressig ist, bin ich in einem stetigen Lernprozess, den ich um nichts missen will. Es war die beste Entscheidung, die ich getroffen habe.

  • http://traviness.net Kia Traviness

    Hi liebe Kiki 🙂 Super spannender Artikel! Der Link zu Blow ist leider broken, nur das du bescheid weißt 🙂

  • Sonja

    Sehr interessanter Artikel. Und Respekt, dass du dich getraut hast, diesen Schritt zu gehen. Selbstständigkeit ist ja auch immer etwas riskant. Aber manchmal muss man glaube ich einfach mal etwas riskieren! 🙂

    Grüße,

    Sonja von jointhesunnyside.de

  • http://www.golden-cage.de/ golden cage

    Hallo Kiki, wie lustig, ich habe gerade einen Kommentar von Dir auf meinem Blog aus dem Jahr 2011 gefunden. Jetzt schaue ich mal wieder hier rein, echt super Deine Entwicklung!
    Liebe Grüße, Koko