Nightlife Confessions

Ein treuer Freund im Nachtleben, Begleiter auf dem Oktoberfest und Begründer der geliebten Barkultur: Der Alkohol. Kaum vorstellbar ist ein gemütlicher Abend ohne Glass Wein, eine Partynacht ohne Gin Tonic oder die alljährliche Wiesn ohne Bier. Ja, es ist Teil unserer Kultur das ein oder andere Gläschen zu trinken. Und doch sind die Folgen des Exzessiven unwiderleglich schwer. So trank die letzte Woche verstorbene Amy Winehouse auch gern mal auf der Bühne ein paar Schlücke zu viel und säuselte vor lauter Rausch nur noch wenige Wörter des Songtextes vor sich hin. Und letztlich hinderte sie auch niemand daran, ihrer Gewohnheit nachzugehen.

Auch wenn ich persönlich glaube, dass das Koma-Trinken von der Presse etwas sehr hochgepushed wird, so ist es doch Fakt, dass die extreme Feierkultur einen Zuwachs verzeichnet als Gegenpol und Entlastung zum zunehmend stressigen Alltag.

Das Projekt Nightlife Confessions setzt nun dort an, wo Trinken zur normal, ja zum Muss geworden ist: Im Nachtleben. In Clubs und Bars können Freiwillige in einem Video von ihren persönlichen Erfahrungen berichten, die Wahrheit darüber, warum sie trinken und wie man damit verantwortungsvoll umgehen kann. Auch einige Prominente wie Patrice Bouédibéla und Palina von MTV, Peaches, Westbam oder Modedesigner Patrick Mohr legten ihre Geständnisse ab und erzählen, wann sie gerne mal einen trinken und welche positiven und auch negativen Erlebnissen sie gemacht haben.

In wie weit so ein Projekt hilft oder Veränderung bringt, bleibt abzuwarten, aber eine Plattform um sich mit diesem Balanceakt des eignen Verlangens auseinanderzusetzen, ist sicherlich ein richtiger Ansatz.