Gestern ging die News um: Angela Ahrendts, die Powerfrau hinter Burberry und seinem Vorreitertum in Sachen Digitalisierung, verlässt das Unternehmen, um eine führende Position bei Apple einzunehmen. Nun schlagen die Analysen und Spekulationen bereits Purzelbäume. Der einflussreiche Blog Business of Fashion kommentiert, dass Designer-geführte Unternehmen in der Modebranche generell nicht börsennotiert sind. Sogar erste Anspielung auf strategische Aktienverkäufe werden gemacht. Mode ist eben zum Business geworden, und genau um solche Themen geht es demnach sofort.

Vielleicht liegt die Kommunikationsstrategie auch darin, während der Überbrückungszeit bis zu einem neuen CEO die Rolle bewusst an den aktuellen Chefdesigner Christopher Bailey zu verkaufen und nicht als Notlösung darzustellen. In jedem Fall ist der Move von Angela Ahrendts mehr als verständlich. Bei Burberry hat sie so ziemlich alles neu erfunden, was in ihrer Macht lag. Zuletzt kamen nur noch technische Innovationen, bei denen man fast selbst nicht mehr folgen konnte und die demnach für ein Modeunternehmen auch nur noch eine geringe Verbesserung darstellen (siehe Kiki’s Kommentar). Und Apple, die womöglich bald eine Smartwatch auf den Markt bringen wollen, brauchen vielleicht die Kontakte und Expertise von Angela Ahrends. Fashion 2.0, aber auf der ganzen Linie.

Die britische Tageszeitung Guardian mutmaßt auch, dass Apple Unterstützung darin braucht, seine Stores noch attraktiver zu machen und die Anzahl der Geschäfte weltweit zu erhöhen, ohne dabei der Exklusivität und Attraktivität der Marke zu schaden.

Wie seht Ihr die Zukunft von Burberry? Hier gibt es einen Video-Talk zum Thema.

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